CHRONIK DER MARKE ”SIMSON”

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Unter der Marke Simson kennen viele vielleicht nur Mopeds,  wie "s51", "Star", "Schwalbe" und so weiter.
Doch stecken hinter der Marke noch viele weitere Geräte und Modelle. Wir haben hier in einer Kurzfassung
die Geschichte der Marke Simson zusammengetragen und waren überrascht, was Simson alles hergestellt hat.
1886 bis 1900 produziert Simson Waffen und sogar Fahrräder und steigt zu einem der größten Fahrradhersteller Deutschlands auf.

1901 bis 1920 Neben Handfeuerwaffen, Fahrrädern und feinmechanischen Instrumenten erfolgt der Einstieg in die Fabrikation von Motorwagen-Automobilen.

1921 bis 1933 Nach der Inflation kommen völlig neue SIMSON-Mobile und Fahrräder auf.
Der SIMSON-Supra R dominiert die Ralley Monte Carlo.

1934 bis 1945 Simson wird enteignet. Serienanlauf des BSW Motor-Fahrrads Modell 100. Außer der Kriegsproduktion werden Jagd- und Sportwaffen, Kühlschränke und Kinderwagen produziert.

Ab 1950 Bau der bei Simson entwickelten legendären AWO 425 und AWO Sport.

1957 Das Ende der Fahrradproduktion und Einstieg in die Produktion kleinmotorisierter Zweiräder.

1964 erfolgt der Serienanlauf des Motors M 53 mit variabler Motorleistung zwischen 2 bis 4,6 PS. Die "Vogelserie" ist entstanden. Bei SIMSON wird mit viel Elan ein Mofa mit Rahmen aus Blech- Abkantprofilen entwickelt und als Triebwerk ein 50 ccm Motor mit automatischer Anfahrkupplung eingesetzt- kein Verkaufserfolg. Später wird der Motor für einen Rasenmäher weiterverwendet.

1971 bis 1980 Die Produktion von Jagd- und Sportwaffen wird eingestellt.

1972 Es entsteht das letzte Modell der Vogelserie, Schwalbe bleibt bestehen.

1975 Anlauf einer neuen Baureihe von Kleinkrafträdern vom Typ S 50. Die Produktionsstückzahlen steigen bis auf 150000 Stück im Jahr.

1981 bis 1990 Serienanlauf der Kleinkrafträder vom Typ S 51. Die gute alte Schwalbe wird nicht mehr produziert.
Der SIMSON Roller SR 50/80 geht in Serie-die Nachfrage ist zu hoch und kann nicht gedeckt werden.

1991 bis 2000 Simson ist von über 6000 Mitarbeitern auf ca. 200 Mitarbeiter geschrumpft. Die Firma versucht sich am Markt unter den neuen Gesetzlichkeiten des Führschein- und Zulassungsrechtes zu positionieren.

1991 Ehemalige Mitarbeiter gründen die "Suhler Fahrzeugwerk GmbH" - Ziel: Weiterführung der Produktion und des Vertriebes von motorisierten SIMSON-Fahrzeugen mit neuem Design.
1993 Erneuter Versuch mit dem Automobilbau. Mit der Einstellung der Produktion 1996 geht die Ãra des Automobilbaus in Suhl zu Ende.
1994 Ein echter Automatikroller der Star 50 kommt als Neuentwicklung auf den Markt.
Die bestehende Modellpalette wird überarbeitet und eine neue "Vogelserie" entsteht.
1996 Auch ein Kleinkraftrad der Spatz 50 mit Automatikmotor geht in Serie.
Eine Neuregelung des Führerscheinrechtes führt zum totalen Einbruch der über Jahre gut laufenden 80er Klasse.
Seit 2003 Bei der Zwangsversteigerung am 1. Februar 2003 wurde die MZA Meyer-Zweiradtechnik-Ahnatal GmbH Eigentümer der Waren- und Lagerbestände sowie von einem umfangreichen Werkzeugpaket.
Im Sommer 2003 erwarb die MZA GmbH die Zeichnungs- und Urheberrechte der Suhler Fahrzeugwerk GmbH, der SIMSON Zweirad GmbH und der SIMSON MOTORRAD GmbH & Co KG.

Während diese Fahrzeuge nach der Wende noch teilweise belächelt wurden, sind sie heute, egal ob Ost oder West, vom normalen Straßenbild kaum noch wegzudenken. So fahren auch einige Schüler unserer Schule Simson, egal ob "s51", "Schwalbe" oder andere. Simson ist Kult und wird im allgemeinem sehr geschätzt. Egal ob Schwalbe, Mokick oder Roller, alle SIMSON Modelle fahren spielend 60 km/h. Simson fahren ist purer Fahrspaß und schont den Geldbeutel.

SIMSON...war gut... ist gut... bleibt gut...

Selina 9a

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